Weiterer Verlauf
Die Diaphragmalhernie muss chirurgisch verschlossen werden, da die in der Brusthöhle liegenden Bauchorgane einerseits die Lungenfunktion einschränken und andererseits die Funktion der verlagerten Bauchorgane gestört werden kann (z.B. Verdauungsstörungen).
Die Katze wird narkotisiert; ein Luftröhrenschlauch wird gelegt und die Katze wird an ein Narkoseüberwachungsgerät angeschlossen (Überwachung der Sauerstoffsättigung des Blutes, der Herz- und Atemfrequenz sowie dem CO2-Gehalt der Atemluft). Die Bauchhöhle wird eröffnet. Der Zwerchfellsriss misst ca. 3 Zentimeter und befindet sich unmittelbar neben der Durchtrittsstelle der Speiseröhre durch das Zwerchfell. Die in die Brusthöhle gerutschten Organe (Magen, Milz, Bauchspeicheldrüse und ca. 10 cm Dünndarm sowie Bauchhöhlenfett) werden durch die Öffnung vorsichtig zurück in die Bauchhöhle manipuliert. Da nun eine direkte Verbindung der Brusthöhle mit der Aussenluft besteht, muss die Katze nach Bedarf beatmet werden. Mit 5 Nähten wird der Riss verschlossen; nach dem Verschluss des Defektes wird durch eine Punktion die im Brustkorb verbliebene Luft abgesaugt. Danach wird die Bauchhöhle wieder verschlossen.
3 Tage nach der Operation wird die Katze bei gutem Allgemeinzustand und Appetit nach Hause entlassen.