Eine Blutuntersuchung zeigt, dass der Hund eine leichte Anämie (verminderter Gehalt an roten Blutkörperchen) und Thrombocytopenie (verminderter Gehalt an Blutplättchen) aufweist. Der Blutproteingehalt ist am unteren Rand des Normalbereiches, ansonsten verläuft der Blutuntersuch unauffällig.
Auf einer Röntgenaufnahme des Bauches ist ersichtlich, dass die Organe schlecht voneinander abgrenzbar sind - in der Bauchhöhle befindet sich offenbar Flüssigkeit.
Mittels Ultraschall wird nun die Bauchhöhle untersucht. Dabei wird der Verdacht einer Flüssigkeitsansammlung bestätigt. Zusätzlich wird entdeckt, dass die Milz an einem Ende eine ca. 5 cm messende Veränderung aufweist, was den Verdacht eines Milzgeschwulstes weckt. Die Bauchhöhle wird punktiert: Die Flüssigkeit entpuppt sich als Blut. Es besteht der dringende Verdacht eines Geschwulstes, welcher in die Bauchhöhle blutet – am ehesten handelt es sich hierbei um ein Hämangiosarkom, ein Geschwulst der Blutgefässe selbst. Da diese Art Tumor in verschiedenen Organen gleichzeitig vorkommen und auch Ableger bilden kann (Metastasierung), werden Lungenröntgen angefertigt, welche glücklicherweise unauffällig sind. Ein Ultraschall des Herzens zeigt aber, dass im rechten Herzvorhof eine Masse von ca. 9 mm Durchmesser zu finden ist. Da sich Hämangiosarkome am häufigsten in Milz, Leber und dem rechten Herzvorhof finden, wird vermutet, dass es sich bei der aufgefundenen Veränderung im Herzen ebenfalls um einen solchen Geschwulst handelt.
Die Situation wird mit den Besitzern besprochen. Ohne Operation wird „Buddy“ wegen der schweren inneren Blutung mit grosser Wahrscheinlichkeit innert kürzester Zeit grosse Probleme haben und sterben. Auch wenn der Verdacht eines Zweitgeschwulstes im Herzen gross ist, entschliessen sich die Besitzer, die vorerst lebensrettende Operation zu wagen und die befallene Milz zu entfernen.